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Mehndi als Brautschmuck

 
 
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Liebesschwüre,Hochzeitsschwüre,Vereinssch... - Mehndi ...
Mehndi Temple: Permanent Make up, Airbrush, Henna, Bodypainting posted this photo on 2012-07-06. 0 likes. 0 comments. 0 shares.
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Eine indische Mehndi-Nacht, die zirka drei Tage vor der Vermählung stattfindet, geht folgendermaßen vonstatten: Alle Frauen der Familie kommen zusammen, und nachdem man sich ausgiebig gereinigt (im Vorderen Orient suchen die Frauen den Hammam, ein Dampfbad, auf) und von sämtlichen Körperhaaren befreit hat, wird die Mehndi-Meisterin gerufen, wenn sie nicht schon Mitglied der Familie und somit anwesend ist. In der Regel werden alle Frauen bemalt, jedoch erhält die Braut das schönste und aufwendigste Mehndi. Im Orient werden grundsätzlich nur Hände und Arme bis zu den Ellenbogen und Füße und Waden bis zu den Knien bemalt. Es sind ohnehin die einzigen Körperteile, die sichtbar sind. Die Mehndi-Meisterin ist gleichzeitig die Frau, die dafür sorgt, daß der Braut möglichst viele Informationen als Vorbereitung auf die Hochzeitsnacht anvertraut werden. Das heißt: je ausgefeilter, feiner und aufwendiger das Mehndi, desto mehr ist die Braut in erotische Geheimnisse eingeweiht und sollte somit folglich eine besonders gute Geliebte sein. Auf diesem Wege wird dem Bräutigam zur Kenntnis gebracht, wieviel Wissen seiner zukünftigen Frau zugänglich gemacht wurde. In das Mehndi werden häufig die Initialen des Bräutigams verwoben, die dieser dann suchen muß. Dies ist ein raffinierter Weg, natürliche Hemmungen voreinander abzubauen. Immerhin hat sich das Brautpaar erst kurz vorher zum ersten Mal gesehen. Die Farbintensität des Mehndi hat im indischen Volksglauben eine große Bedeutung. Man glaubt, je dunkler das Mehndi wird, desto fruchtbarer wird die Braut sein, desto länger wird sie leben und desto mehr Liebe wird sie von der Familie ihres Bräutigams und von ihrem zukünftigen Mann empfangen. Allgemein sagt man, wer ein dunkelrotes Mehndi trägt, habe "heißes Blut", also Temperament, und sei gesund.
     In einigen Ländern darf die Bemalung der Braut erst begonnen werden, nachdem die Mutter des Bräutigams den ersten Punkt auf die Hand der Braut aufgetragen hat. Die Braut verbringt die Mehndi-Nacht dick bandagiert, damit sich das Mehndi so gut wie möglich entwickelt. Am nächsten Morgen, nachdem die Bandagen entfernt wurden, hält die Braut ihre Hände über eine Pfanne mit zerstoßenen Nelken, die über hoher Flamme geröstet werden, damit das Henna noch mehr in die Haut einzieht und eine intensivere Wirkung erzielt wird. Danach wird das Kunstwerk mit Henna-Öl eingerieben, um es zu schützen. Besonders die Braut wird sich um eine sorgsame Pflege bemühen, da sie während der Zeit, in der sie das Mehndi trägt, keine Hausarbeiten verrichten muß. Man hat schon davon gehört, daß Frauen in der Nacht aufgestanden sind, um sich erneut zu bemalen und so der Hausarbeit zu entkommen.
     Eigentlich ist diese Karenzzeit dazu gedacht, der Frau Zeit und Energie zu geben, sich körperlich ihrem Ehemann widmen zu können und eine perfekte Ehefrau zu werden, die ihren Mann sexuell zufriedenstellt und Nachkommen austrägt.